Heilpraktikerin Alexa Nietfeld Hannover Oldenburg

Auswirkungen auf die Gelenke

Nicht nur die Hüft- und Kniegelenke werden punktuell belastet, sondern viele Gelenke des menschlichen Körpers verdrehen und verkanten sich, womit diese disponiert sind beispielsweise eine "Arthrosis deformans" zu entwickeln. Diese Dispositionen sind leicht an frühzeitigen Einschränkungen der Gelenksbeweglichkeit zu erkennen. Das Hüftgelenk als Beispiel ist bei jedem Schritt in der Lage, das siebenfache des Körpergewichtes mit seiner großen Gelenksfläche zu tragen. In der Folge des Beckenschiefstandes hat es nun nur noch eine verkleinerte Kontaktfläche auf dem die ganze Last liegt. So wird die Knorpelschicht schlussendlich zerstört. Auch Bänder und Gelenkskapseln werden asymmetrisch gedehnt bzw. schrumpfen mangels adäquater Dehnung. Die nun freiliegenden Nerven der Knorpelschicht schmerzen unerträglich und so belastet nun der Betroffene das andere Bein, bis auch dort der Schmerz unerträglich wird. Man spricht von einer funktionellen nicht von einer anatomischen Beinlängendifferenz. Beachtenswert ist, dass ein sehr großer Anteil aller Beinlängendifferenzen auf eine Fehlstellung des Beckens zurückzuführen ist und sich problemlos korrigieren lässt.

Amerikanische und kanadische Wissenschaftler haben nach umfangreichen Untersuchungen festgestellt, dass sich der gesunde Gelenkknorpel alle 200 Tage erneuert. Ein Gelenk funktioniert nur dann “reibungslos“, wenn die 0,2 bis 0,6 mm dicke Knorpelschicht über den Gelenkköpfen gesund ist. Der Knorpel, der „Stossdämpfer“ für den gesamten Bewegungsapparat wird nicht über die Blutgefäße, sondern durch die Gelenkflüssigkeit (Synovialis) ernährt. Die Knorpelschicht erhält nur dann ausreichend Nahrung, wenn die Flüssigkeit gleichmäßig im Gelenk verteilt wird, was nur bei einer korrekten Beckenstatik möglich ist. Diese Verteilung der Gelenkflüssigkeit geschieht durch Bewegung.Ein Mangel an Bewegung, oder inkongruente Gelenkflächen bedeuten keine ausreichende Nahrungszufuhr für den Knorpel. Im Stehen werden die Knorpelschichten der Gelenkflächen gleichmäßig ausgepresst und im Ruhen (Sitzen, Schlafen) saugt das Knorpelgewebe seine Gewebsflüssigkeit und damit seine Nährsubstanzen auf. Der Wechsel zwischen Druck, Bewegung und Entlastung stellt den Mechanismus der Knorpelernährung dar.

Sind die Gelenkflächen durch einen Beckenschiefstand nicht mehr gleichmäßig belastet, wird in den überlasteten Gelenkflächen einerseits die Nährsubstanzaufnahme beeinträchtigt und andererseits dieselbe Fläche enorm überlastet. Es wurde bereits dargelegt, dass die Bewegung und gleichmäßige Belastung der Gelenkflächen wesentliche Faktoren der Zuführungskette der Nährstoffe zu den Knorpelzellen darstellen. Findet nun aber keine ausreichende Bewegung und Korrektur der Skelettstatik statt, werden zwangsläufig keine oder zu wenig Nährstoffe an den Knorpel herangeführt. Dieser kann sich dann nicht in der notwendigen Weise erneuern. Die Folge: Die Knorpelzellen werden alt, verlieren nach und nach an Wasser und werden spröde. Bei gelegentlich hoher Belastung, - zum Beispiel beim Springen - lösen sich aus dem spröden Knorpel kleine Teilchen heraus. Sie können bei jeder Bewegung des Gelenkes zwischen den Gelenksflächen gewissermaßen vagabundieren und wirken dann unter Belastung des Gelenkes wie Sandkörnchen. Sie rauen die Gelenkflächen auf. Das ist der Beginn einer Arthrose. Die rau gewordenen Gelenkflächen reiben bei jeder Bewegung immer stärker aufeinander. So schreitet die Arthrose fort. Aus den Gelenkflächen löst sich immer mehr Knorpelmasse, bis schließlich die Knochenhaut freigelegt wird. In weiteren Stadien wird dann der Knochen selbst angegriffen. Wir wissen, dass in der Knorpelmasse die Knorpelzellen, die Chondrozyten in großer Zahl verteilt sind. Durch den Verlust der Knorpelmasse gehen automatisch auch die in ihr vorhandenen Knorpelzellen verloren. Die „Fabrik“ für die Herstellung neuer Knorpelmasse stellt dann früher oder später ihren Dienst ein. Ohne Knorpelmasse gibt es keine Knorpelzelle mehr, um die Knorpelmasse zu erneuern. Knorpelzellen bilden sich nur während der Pubertät und müssen ein ganzes Leben lang ausreichen.

Solange noch Knorpelmasse vorhanden ist, gibt es nur einen Weg, das Problem in den Griff zu bekommen. Wichtig dabei ist die belastungsfreie, passive Bewegung der Gelenke, sowie die entsprechende Korrektur der Beckenstatik, wie das mit dem „Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich®“ gewährleistet wird, damit der Prozess des Knorpelabbaus gestoppt wird. Parallel dazu muss immer auch über die Akupunkt-Massage der Energiefluss ausgeglichen und im Fliessgleichgewicht gehalten werden. Damit wird der Gesamtstoffwechsel unterstützt und genügend Nährstoffe dem Blut zugeführt und damit im speziellen der Stoffwechsel im Gelenk verbessert. Nur dann sind die noch verbleibenden Knorpelzellen in der Lage, soviel Knorpelmasse zu erzeugen, dass ein echter Regenerierungsprozess, eine Kongruenz von Gelenksflächen eingeleitet und beibehalten und Schlimmeres vermieden werden kann.