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Letzte Aktualisierung
25. Februar 2011

Nahrungsmittelunverträglichkeiten - Erfahrungsbericht

 

 

 

Vor vielen Jahren fing ich bereits an, mich sehr für Allergien und Nahrungsmittelallergien zu interessieren, weil ich selbst betroffen war. In den vielen Jahren des „Studiums“ der Nahrungsmittelunverträglichkeiten und deren vielfältige Symptome, führten zu einem Erfahrungsschatz, den man in keinem Lehrbuch findet.

 

Noch heute ist es leider so, dass ganz viele Patienten aufgrund psychischer Probleme von Arztpraxis zu Arztpraxis reisen und keinerlei Hilfe erfahren. Ich habe vielen Patienten helfen können, die mitunter bereits seit 20 Jahren und länger unter schwersten Depressionen, Panikattacken, Angststörungen, Überforderungsgefühlen und teilweise aggressiven Phasen litten. Einige von ihnen nahmen schwerste Psychopharmaka und hatten sogar teilweise schon die eine oder andere psychiatrische Klinik hinter sich.

 

Viele Unverträglichkeiten werden nach so vielen Jahren meist nicht mehr erkannt, weil der Patient bereits seinen „Stempel“ aufgedrückt bekam und damit unwiderruflich als psychisch krank gilt. Kein Therapeut nimmt sich leider die Zeit, die Krankenakten erneut durchzusehen, um nach Fällen zu forschen, wo man aufgrund neuer medizinischer Erkenntnisse heute vielleicht helfen könnte.

 

So kam es in meiner Praxis nicht selten vor, dass teilweise über Jahrzehnte bestehende Probleme durch eine gezielte Nahrungsumstellung verschwinden. Manchmal begegnet man nach ein paar Wochen einem völlig neuen Menschen, mit dem man plötzlich sehr gerne etwas zu tun haben möchte.

 

In der Familie durch besonders aggressives oder depressives Verhalten auffällig geworden, sind diese nach Nahrungsumstellung die liebsten Menschen der Welt. Das „falsche“ Essen führt nicht selten dazu, dass z.B. Stoffwechselvorgänge blockiert werden und dann zu den vielfältigsten Symptomen führen.

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können die Darmschleimhaut auf Dauer sehr reizen. Dies kann zu einer Fehlfunktion des Darmes führen, was sich vorrangig auch in einer verminderten Nährstoffaufnahme zeigt. Diese Tatsache kann dann somit zu Beschwerden nahezu in allen Bereichen des Körpers führen!!! Was die Diagnosestellung für den Arzt nicht unbedingt erleichtert.

 

Es ist ein Trugschluss, wenn man glaubt, Nahrungsmittelunverträglichkeiten müssten immer zu einer ausgeprägten Magen-Darm-Symptomatik führen. Viele Patienten leiden „nur“ unter Depressionen, Angstattacken oder "nur" unter Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit oder einfach "nur" unter einem „unruhigem Gefühl in der Magengegend“, das sich sehr störend auf sie auswirkt. Diese zuletzt genannte Begrifflichkeit finden Sie z.B. in keinem Medizinlexikon, deshalb ist der Arzt mitunter aufgeschmissen, wenn er von Patienten diese Dinge hört. Die Erfahrung weist mir aber in diesem Fall den Weg, weil wir Heilpraktiker die Zeit zum Zuhören haben.

 

Fazit: Verdammen Sie einen Menschen nicht sofort, wenn er Ihnen "komisch" vorkommt oder öfter aggressiv ist, launisch vielleicht, ständig müde, kann sich nicht aufraffen... Denken Sie bitte immer auch an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Vor allem wenn Sie wissen, dass Ihr Freund, Partner, Bruder, was auch immer, früher nicht so war.

 

Aus eigener Erfahrung und auch aus der Praxis weiß ich, mit diesem Krankheitsbild kann man bei seinen Freunden und in der Familie ungewollt sehr viel Erde verbrennen. Handeln Sie bei Ihren betroffenen Lieben mit Nachsicht und bieten Sie Ihre Unterstützung an, statt zu verurteilen. Viele Menschen kommen allein einfach nicht mehr aus diesem Sumpf heraus und bedürfen Ihrer bzw. meiner Hilfe.

 

Alexa Nietfeld, Heilpraktikerin


 

 

 

http://www.ganzimmun.de/seiten/download.php?action=show_download&download_id=1429

 

 

Depression
eine neuroinflammatorische Erkrankung –
Bedeutung der Kynurenin-Tryptophan-Ratio

 

Zahlreiche somatische Erkrankungen wie virale Infektionen, kardiovaskuläre Erkrankungen, atopische und Autoimmunerkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, das Reizdarmsyndrom, neurodegenerative Erkrankungen,
Tumorerkrankungen u. v. m. gehen mit psychischen Begleitsymptomen wie Depressionen, Angststörungen
und Reizbarkeit einher (Russo et al., 2003).

Alexa Nietfeld, Heilpraktikerin  | alexanietfeld@aol.com